Tauchen


Einleitung

Als sehr wasseraffiner Mensch (Eintritt in die DLRG mit 6 Jahren), hat mich auch das Tauchen schon immer fasziniert. Es hat zugegebenermaßen eine Weile gedauert, aber im September 1995 habe ich im Urlaub in der Dominikanischen Republik den "PADI Open Water Diver" gemacht, meinen Einstiegstauchschein. Direkt auf meinem ersten Freiwassertauchgang (12 m maximale Tiefe) habe ich bei der Rolle rückwärts vom Boot den Bleigurt verloren, ich hatte wohl die Schnalle nicht ordentlich gesichert. Mit Hilfe des Tauchlehrers, der einigen Druck von oben ausgeübt hat, konnte ich dann doch abtauchen und am Grund den Gurt anlegen. Dieser Tauchgang wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben und es folgten noch viele weitere.

Ein Jahr später erfolgte in Cancun/Mexiko die Ausbildung zum "PADI Advanced Open Water Diver", in den Folgejahren tauchte ich in der Türkei in Bodrum, wieder in Cancun/Mexiko, südlich von Hurgada in Ägypten, im Llaviani Atoll auf den Malediven und schließlich in Mahébourg auf Mauritius.

Die Tauchregionen

Bisher habe ich nur Tauchgänge in warmen Urlaubsregionen unternommen und kann bisher, mit Ausnahme von der Türkei, alle Tauchregionen empfehlen, auch wenn sie zum Teil sehr unterschiedlich sind.

Auf den Malediven habe ich eher große Fische, auch Haie gesehen, in den anderen Tauchregionen waren eher kleine Fische, dafür zahlreiche und zum Teil farbenprächtige Korallen zu bewundern. Auch Wracks, egal ob neuen Datums und absichtlich als künstliches Riff versenkt, oder aus dem frühen 19. Jahrhundert wie auf Mauritius (HMS Sirius, gesunken 1810) sorgen immer wieder für ein besonderes Erlebnis, genauso wie Nachttauchgänge.

Die Türkei hat mich, wie bereits oben erwähnt, eher enttäuscht: Das Mittelmeer war relativ kalt, es gab keine Korallen, nur ein paar Schwämme und wenig Fische. Nur die zahlreichen antiken Amphoren am Meeresgrund waren in meinen Augen interessant.

Meine Ausrüstung

Da ich, wie bereits oben erwähnt, bisher nur in warmen Urlaubsregionen tauchen gegangen bin, war es mich bisher nicht wirtschaftlich, mir eine teure und pflegeintensive Tauchausrüstung zuzulegen. Auch das Gewicht spielt zum Beispiel auf Flugreisen eine Rolle, ein Neoprenanzug kann ganz schön schwer sein.

Ich besitze also nur eine Schnorchelausrüstung bestehend aus guten Schnorchelflossen mit geschlossenem Fußteil, einer einfachen, aber trotzdem guten Maske von Lidl und Schnorchel. Zusätzlich nenne ich zum Tauchen noch ein paar Neopren-Füßlinge und ein paar Tauchflossen mit offenem Fußteil mein Eigen. Gerade die offenen Flossen mit Füßlingen eignen sich für mich sehr gut zum Gerätetauchen, da die Füße nicht so schnell auskühlen und ich deshalb keine Krämpfe der Fußmuskulatur bekomme. Die übrige Ausrüstung (Anzug, Jacket, Bleigurt, Oktopus, ggf. Lampe und Computer) leihe ich mir vor Ort in den Tauchbasen

Noch etwas zum Thema Schnorchel: Bis vor kurzem (2013) verwendete ich zum Schnorcheln und als Backup beim Tauchen einen einfachen Schnorchel von der Bootsmesse, der aber aufgrund der einfachen Befestigung mittels Band insbesondere bei Tauchen zum Flattern neigt. Deshalb habe ich mir in 2014 einen neuen Schnorchel zugelegt. Eine Marktrecherche ergab, das es praktisch nur noch Schnorchel mit Ausblasventil oder sogar Kopfventil gibt, also habe ich mir den recht gut getesteten Schnorchel Mares Sailor zugelegt. Ein ausführlicher Test im Schwimmbad brachte dann aber für mich das Ergebnis, dass es mir nicht so einfach möglich ist, den Schnorchel nach dem Auftauchen auszublasen. Es bleibt immer Restwasser im Schnorchel, das ich durch nochmaliges Ausblasen beseitigen muss. Bei meinem alten, ventillosen Schnorchel kannte ich dieses Problem nicht, da reicht einmaliges kräftiges Ausblasen und alles Wasser ist raus. Schließlich habe ich mich in einem lokalen Tauchshop beraten lassen, dem Verkäufer war das Problem mit den Ventilschnorcheln sehr bekannt und er empfahl mir einen der wenigen verfügbaren Schnorchel ohne Ventil, den Subgear Apnoe. Der Schnorchel ist auch relativ weichem Material gefertigt und das Schnorchelrohr lässt sich problemlos zusammenfalten, so dass man den Schnorchel bei Tauchen in der Jackettasche verstauen kann. Auch die Befestigung am Maskenband ist ok und beim Schnorcheln flattert er nicht.

Fotografieren

Unterwasser Ägypten Unterwasser Malediven

Meine ersten Versuche mit Unterwasseraufnahmen machte ich direkt nach Erwerben den Tauchscheins mit Einweg-Unterwasserkamers. Die Ergebnisse waren ernüchternd bis niederschmetternd: Die Gehäuse sind zwar zumindest bis 15 m Tiefe dicht, Fotos kann man in dieser Tiefe aufgrund des fehlenden Lichts jedoch nicht machen. Nur an der Oberfläche oder bis maximal 1 m Wassertiefe ist überhaupt an Fotos zu denken uns und nur ein ganz kleiner Bruchteil meiner Fotos waren ausreichend scharf.

Im Frühsommer 2014, rechtzeitig vor meinem Mauritius-Urlaub, habe ich mir ein Unterwassergehäuse für meine Digitalkamera (Sony DSC RX-100) zugelegt: Ein Marktüberblick ergab, dass es eigentlich nur drei Gehäuseklassen gibt, die für meine Kamera und das vorgesehene Einsatzspektrum (bis 40m Tiefe) in Frage kommen:

Letztendlich ist es dann ein Unterwassergehäuse der Firma Ikelite geworden und ich bin sehr zufrieden mit der Wahl. Zum Lieferumfang gehört neben dem Gehäuse eine Streuscheibe und eine Ablenkscheibe für den Kamerablitz und eine kleine Tube Silikonfett.

Ein paar Tipps zum fotografieren unter Wasser

Ich habe für meine Sony DSC RX-100 folgende Einstellungen vorgenommen und in einem der drei Benutzerprogramme abgespeichert: Da meine Unterwasserbilder alle sehr blaustichig waren, habe ich zuhause mit den RAW-Bildern im Sony-RAW-Converter einen manuellen Weißabgleich vorgenommen, weitere Anpassungen waren in meinen Augen (ich bin ja nur Amateur-Fotograf) nicht erforderlich.

Seeanemone mit Preußenfisch Feuerfisch Muräne Seeanemonen Prachtseeschnecke Kofferfisch Seeanemone mit Anemonenfisch Fisch und Taucher


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