Hobby: Boot fahren

Geht der Meeresspiegel kaputt, wenn man in See sticht?

Schon seit meiner Kindheit bin ich immer mal wieder mit meinen Eltern Motorboot gefahren, zunächst während meinen zahlreichen Urlauben in Kanada, später haben sich meine Eltern ein Schlauchboot mit 5 PS-Motor gekauft. Damit unternahmen wir dann Touren in Schweden und Norwegen, in Jugoslawien, aber auch in Deutschland auf Lahn und Mosel. Dabei übernahmen mein Bruder und ich natürlich auch mal selbst das Steuer.

Meine Abitur-Abschlussfahrt im Jahr 1990 verbrachte ich mit den anderen Kursteilnehmern auf einem Plattboden-Schiff auf dem Ijsselmeer und der Nordsee, so dass ich hier das erste mal in direkten Kontakt mit dem Segeln kam. Während meines Studiums hätte sich die Gelegenheit geboten, an der Uni einen Sportbootführerschein zu machen, aus Termingründen musste ich aber leider davon Abstand nehmen.

Bei meinen eigenen Touren und gemeinsam mit Carola nach Kanada habe mir selbständig gelegentlich ein Motorboot gemietet, so dass ich auch weiterhin immer wieder mit Booten in Berührung kam.

Ich mit Boot in Kanada 2002 Anglerglück in Kanada 2002

Im Oktober 2012 bot sich nun schließlich die Gelegenheit, zum Einstieg mit der Ausbildung zum Sportbootführerschein Binnen (Segel und Motor) (SBF Binnen) bei den Segelfreunden Rheinland e.V. zu beginnen. Im Herbst und Winter fand der theoretische Unterricht statt, im März dann die theoretische Prüfung. Im Mai schloß sich dann eine Praxis-Ausbildungswoche auf der friesischen Seenplatte in den Niederlanden an, die dann von der praktischen Prüfung abgeschlossen wurde.

Die Prüfungen habe ich alle bestanden, so dass ich nun im Besitz des Sportbootführerscheins Binnen unter Segel und Motor bin, ersten kleineren Ausflügen auf Binnengewässern steht also nichts mehr entgegen.

Im Herbst 2013 habe ich die Ausbildung fortsetzt und den Sportbootführerschein See (SBF See) sowie den Sportküstenschiffer-Schein (SKS) in Angriff genommen. Den SBF See habe ich im Januar 2014 erfolgreich abgeschlossen, am 21.03.2014 fand die Prüfung zur Theorie des SKS statt, die ich ebenfalls bestanden habe. Nun habe ich zwei Jahre Zeit, die parktische Ausbildung für den SKS mit einer Prüfung abzuschließen.

Zurückblickend muss ich sagen, dass der Lernaufwand für den SKS-Schein deutlich größer ist als für den SBF Binnen oder See. Man sollte rechtzeitig mit den Übungsaufgaben insbesondere mit den Kartenaufgaben anfangen und sich auch in der Prüfungsvorbereitung intensiv mit den Kartenaufgaben beschäftigen. Ich habe mir einen Satz Übungsbögen und Kartenaufgaben vom DSV-Verlag gekauft und muss sagen, die Kartenaufgaben sind schon recht dicht an die Püfungsaufgaben angelehnt. Die Zeit spielt auch in den Prüfung eine große Rolle, 90 Minuten sind für die Kartenaufgabe nicht sehr üppig (im Gegensatz zu den Fragebögen, hier ist die Zeit sehr großzügig ausgelegt).

PolyValk in Koudum 2013 PolyValk in Koudum 2014 Laser in Mauritius 2014

Inzwischen bin ich schon einige Male mit meiner Familie am Unterbacher See in Düsseldorf und in Koudum an der Friesischen Seenplatte mit Polyvalk-Booten gesegelt und während dem Urlaub auf Mauritius mit Laser-Jollen. Die Polyvalken liegen durch den Ballastkiel sehr stabil im Wasser und sind auch für unsere vierköpfige Familie groß genug. Die Laser-Jollen sind dagegen nur für 1 - 2 Personen ausgelegt, die Wasserlage ist durch das Kielschwert bei langsamer Fahrt deutlich instabiler, dafür sind sie wesentlich sportlicher und schneller. Man wird allerdings auch recht nass...

Vom 18.10. bis 01.11.2014 habe ich auf der Segeljacht "Loup de Mer" einen Ausbildungstörn zum Sportküstenschiffer-Schein (SKS) im westlichen Mittelmeer absolviert. Die Route führte von Olbia auf Sardinien die Westküste von Korsika hinauf und über Capraia nach Elba, insgesamt 362 Seemeilen. Dort fand dann am letzten Tag die praktische Prüfung statt, die neben mir auch die vier übrigen Teilnehmer des Ausbildungstörn bestanden haben.

Vom 03. bis 07.06.2015 habe ich zusammen mit vier Freunden die Segeljacht "Xclusice" gechartert und einen Segeltörn auf dem IJsselmeer durchgeführt. Die Route führte von Lemmer über Enkhuizen, Medemblik und Hindeloopen zurück nach Lemmer, insgesamt 111,5 Seemeilen.


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